Wie macht man eigentlich aus einer Geschäftsidee ein profitables Unternehmen? Laut Studien gehen 8 von 10 neuen Geschäftsideen in Konkurs. Ein Grund dafür ist mangelndes Wissen, wie man solche Ideen optimal umsetzt.

Good bye Deutschland!

Am Sonntag habe ich auf Vox “Good bye Deutschland!” gesehen. In dieser Sendung ging es um Menschen, die im Ausland ein Geschäft aufbauen möchten. Einige sind gut aufgestellt, doch viele sind unerfahren und arbeiten darum mit dem Prinzip Hoffnung.

Sie hoffen darauf, dass die Idee funktionert. Sie hoffen, dass die Kunden von alleine kommen, nachdem sie alles Geld in das Equipment gesteckt haben. Sie hoffen so sehr, dass jegliche Rationalität und klares Denken im Schwall vom Hoffnungsdruck vernebelt wird. Hoffnung ist etwas, das ein guter Motivator sein kann. Aber es ist kein Fundament, auf dem man ein Geschäft aufbaut.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHalbstarke Ideen und lauwarme Parolen

Menschen, die schnurstracks ins offene Messer laufen tun mir immer leid. Sie haben im Ansatz gute Idee, die aufgrund von Unwissenheit ins Desaster führen.  Ohne die die Idee getestet oder quergedacht zu haben, setzen sie alles auf eine Karte. Sie investieren viel Kaptial ohne zu wissen, ob wirklich jemand das Produkt möchte.  Da ist immer ein Quantum Ignoranz mit dabei, den man möchte nicht auf Fehler aufmerksam gemacht werden. Das Scheitern ist darum in 8 von 10 Fällen vorprogrammiert. Das gilt übrigens auch für manchen Konzern, die damit mehrere 100 Millionen verbraten!

Nicht, dass das Scheitern grundsätzlich schlecht wäre. Es ist eine tolle Sache, wenn man es bewusst macht und gewillt ist daraus zu lernen. Wenn man aber alles auf eine Karte gesetzt hat und die eigene Existenz bachab geht – ist es alles andere als lustig. Es gibt unternehmerische Grundsätze und wer die kennt, hat es definitiv leichter. Denn nebst Nerven spart man nicht nur Geld und Zeit, sondern gewinnt an Lebensqualität und Sicherheit.

Wie aber geht man optimal vor? Sicher nicht mit typisch-lauwarmen “Du kannst es, wenn du willst, lass es dir nicht ausreden”-Parolen.

Der heilige Gral und das unternehmerische Mindset

Natürlich wünscht sich jeder den heiligen Gral: Man gibt die Geschäftisdee oben links ein und unten rechts kommt das fertige Ding raus. Das gibt es, allerdings nicht als Maschine und schon gar nicht ohne eine gute Portion Hirnschmalz und Umsetzungskraft. Es braucht eine wache Präsenz, das Wissen wie man Geschäftsmodelle modelliert und die Leidenschaft für die Sache die Idee umzusetzen. Diesen Masterplan nenne ich das unternehmerische Mindset. Ich habe viele Geschäftsmodelle und Erfolgsgeschichten studiert und dabei jene Muster entdeckt, die es braucht um Ideen erfolgreich umzusetzen. Ich weiss nicht warum, aber solche Muster zu sehen ist für mich so einfach, wie andere genial gut zeichnen können.

Das unternehmerische Mindset ist die Art und Weise, wie jeder bewusst und unbewusst (!) denkt, entscheidet und handelt. Langjährige, erfolgreiche Unternehmer machen dies auf eine andere Weise als Fachkräfte oder Manager. Wie aber geht das genau?

entrepreneurshipEffectuation für unsichere Zeiten

Vor 2 Jahren habe ich am Entrepreneurship Summit in Berlin Prof. Dietmar Grichnik kennengelernt. Er hielt dort einen Vortrag über Effectuation. Effectuation ist die wissenschaftlich geprüfte Vorgehensweise von erfolgreichen „Serial-Entrepreneurs“ (Mehrfachgründer). Prominente Beispiele sind Sir Richard Branson (Virgin), Steve Jobs (Apple) oder die Freitag Brüder (Freitag). Diese Grundsätze kann jeder auf seiner Stufe für das eigene Geschäft anwenden.

Was ich unbedingt empfehlen möchte, ist ein Video über Effectuation, das an der Universität St. Gallen gemacht wurde. Es heisst „Die 10 Mythen des Unternehmertums“ und ist beste Unterhaltung mit hohem Lernfaktor.

Darin spiegelt sich ein Grundsatz, der mir sehr gut gefällt: Unternehmer werden nicht geboren, sie werden gemacht!

Tipp: Speed, Action: Results! Das unternehmerische Mindset am 24. Juni 2015

Dietmar und ich hatten sofort die gleiche Wellenlänge und haben im letzten Herbst ein öffentliches Seminar gegeben. Das kam sehr gut an und hat bei den Teilnehmern zu einigen AHA-Erlebnissen geführt. Alle sagten, dass wir Inhalte liefern die in der Praxis umsetzbar sind. Obwohl Prof. Dietmar Grichnik einen engen Zeitplan hat, konnte ich ihn abermals für einen gemeinsamen Ausbildungstag gewinnen. Am 24. Juni 2015 findet das Seminar am Lorange Institute for Business statt und eignet sich dann, wenn man eine neue Geschäftisidee verfolgt oder das eigene Geschäft positiv verändern möchte. Wer es sich einrichten kann, wird sehr viel für sich mitnehmen können. Und wer an dem Termin verhindert ist: Wir geben auch gemeinsam Inhouse-Seminare.

Hier geht es zum genauen Beschrieb des Tages: pdf das unternehmerische Mindset

Herzliche Grüsse

Karem Albash

 

 

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